Fick dich, CNN.

Ihr habt sie doch nicht mehr alle.

Ihr berichtet darüber, dass eine 16-Jährige vergewaltigt wurde. Ihre beiden Vergewaltiger, die Menschen, die ihre sexuelle Selbstbestimmung missachtet und sie physisch und psychisch für den Rest ihres Lebens gezeichnet haben, waren die Stars in ihrer High School. Das erwähnt ihr immer wieder. Die beiden waren „promising“, sie hatten eine großartige Zukunft vor sich, nur leider kam ihnen dieses kleine Verbrechen dazwischen.

Ihr habt Mitleid mit ihnen. Betont, dass Alkohol im Spiel war. Sprecht darüber, welche Auswirkungen wohl eine Haftstrafe auf die beiden Vergewaltiger haben wird. Zeigt Bilder davon, wie einer der beiden weinend zusammenbricht. Erzählt, dass er nicht bei seinen Eltern aufgewachsen ist, weil sein Vater Alkoholiker war. Buhuhu. Armer, einsamer Vergewaltiger.

Sie haben kein Mitleid verdient. Sie widern mich an. Sie haben die Tat gefilmt. Fotos gemacht. Die beiden Täter sind 16 und 17 Jahre alt. Sie werden hoffentlich ihre Tat jeden Tag ihres Lebens bereuen. Sie werden ihr ganzes Leben lang „registered sex offenders“ sein. Weil sie es sind. Weil sie ein Verbrechen begangen haben und dafür büßen müssen.

Und das Mädchen, das vergewaltigt wurde? Es wird den Rest seines Lebens mit diesem Trauma verbringen und für etwas büßen, woran es nicht schuld ist, was ihm angetan wurde, wofür es nichts kann. Und das scheint euch scheißegal zu sein.

Willkommen in der rape culture.

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15 Gedanken zu „Fick dich, CNN.

    • Was sind denn die Fakten? Die beiden Jungs haben ein Mädchen vergewaltigt und das gefilmt sowie Fotos gemacht. Sie wurden rechtskräftig verurteilt, werden aber als Opfer dargestellt, weil das ihr Leben ruiniert. Mit Verlaub: Du hast ein furchtbares Verbrechen begangen und es ist nur gerecht, dass du dafür gerade stehst.
      Was daran entspricht nicht den Fakten?

      • Nur mal so….. Es wird viel zu wenig „Stimmungsmache“ gemacht, es trauen sich noch viel zu viele Mädchen und Frauen zu vergewaltigen! (nur mal so)

  1. Krass. Einfach nur krass. Diesen Mist kann man sich kaum anhören. Die armen, armen Jungs und ihre Zukunft, wo sie doch nur ein Mädchen vergewaltigt haben. Sowas passiert doch jedem Mal, oder? -.-

  2. Hm, ohne den Tathergang zu kennen, maße ich mir keine Urteile an. Und den kennen nur die Tatbeteiligten und das Gericht hat diesen in einem nichtöffentlichen Verfahren festgestellt. Da hat niemand das Recht, sich durch Medien eine Meinung zu bilden. Das Gleiche ist es bei dem Kachelmann-Fall, er wurde „In dubio ro reo“ freigesprochen, aber JEDER weiß es besser.

    • Das Verfahren war öffentlich; Journalisten hatten Zutritt, der Prozess wurde gefilmt und es sind mehrere Artikel mit Zeugenaussagen zu finden. Die Tat selber wurde gefilmt, es wurden Fotos gemacht und es gab Zeugen. Ich sehe da keinen Zweifel.

    • 1. Soweit mir bekannt ist, wird am Kachelmann-Prozess grade von feministischer Seite hauptsächlich der Umgang der Presse mit dem Freispruch kritisiert. Kachelmann wurde zwar freigesprochen; das heißt aber nicht, dass damit seine Unschuld erwiesen ist, was aber in einigen Medienberichten so überkam.

      2. Jeder hat das Recht, sich durch Medienberichte eine Überzeugung zu bilden. Natürlich müssen Medienberichte kritisch hinterfragt werden, weil sie immer Interpretationen eines Ereignisses sind. Dennoch ist es nicht unmöglich, sich ein Bild von den Ereignissen zu machen. Medienberichte sind sogar essentiell für eine Meinungsbildung. Sonst dürfte (und könnte) niemand mehr Aussagen über irgendwelche Dinge machen, die er nicht unmittelbar miterlebt hat.

      3. Was in dem Blogbeitrag kritisiert wird, ist der Umgang der Medien mit der aktuellen Situation. Und diesbezüglich ist die Faktenlage eindeutig: Es gibt zwei wegen Vergewaltigung verurteilte Jugendliche und das Opfer. Und die Medien berichten alleine über die Folgen für die Täter, ohne die Folgen für das Opfer zu thematisieren. Es herrscht also offenbar eine Schieflage bei der Berichterstattung, auch wenn die Folgen für das Opfer möglicherweise nicht so gravierend sind, wie bei anderen Vergewaltigungen (denn nach dem, was ich aus den Medienberichten entnehmen kann, war sie so betrunken, dass sie überhaupt keine Erinnerung hatte und selber nicht sagen kann, was an dem Abend passiert ist).

    • Hast du den Blog eigentlich gelesen? Sie kritisiert die Berichterstattung. Die Berichterstattung, die sie persönlich gesehen hat und über die sie nun ihre Meinung abgibt.
      Nicht die Verhandlung, nicht das Urteil, einfah nur den Bericht den CNN darüber macht. Wo ist denn da das Problem?

  3. Oh nein, die armen Vergewaltiger, da verbaut ihnen eine Haftstrafe ihre Zukunft. Na, Mist aber auch! o.O
    Krass, wie Menschen über die geschehenen_Tatsachen_ urteilen und zu welchem verqueren Ergebnis sie kommen. Mich schüttelts.

  4. Ich habe mich auch ziemlich darüber aufgeregt, dass viele Medien (nicht nur CNN) ohne weiteren Kommentar auf die „armen Täter“ aufmerksam gemacht haben. Wenn ich als Redakteur den Folgen für das Opfer keine einzige Zeile widme, aber dafür darauf aufmerksam mache, wie das weitere Leben für die einstmals vielversprechenden Footballspieler aussieht, müsste mir doch eigentlich auffallen, dass die Schwerpunkte falsch gesetzt sind und dass eine objektive Berichterstattung so nicht stattfinden kann.

  5. also das was cnn sich da geleistet hat, ist wirklich über die maßen peinlich.
    ich weiß gar nicht, wie man darauf kommt, solch eine stellung zu beziehen?
    „die armen, armen täter“?

    und die entschuldigung an das opfer war ja echt lächerlich. was soll ich davon halten, dass jemand mein kind vergewaltigt, davon auch noch fotos macht und sich dann hinterher entschuldigt, zweifellos, um als „reuevoller täter“ das strafmaß zu drücken?

  6. Ist den Beteiligten hier eigentlich klar, dass es kaum einen links-liberaleren Journalismus gibt als den von CNN? Schliesslich war es keine FOX-News.
    Und eben diese liberale Haltung ist es, die regelmaessig mehr Mitleid mit den Taetern als mit den Opfern hat (ausser es handelt sich dabei um Opfer, die gerade unter dem „Schutz der liberalen Ideologie“ stehen). Der Liberalismus frisst seine Kinder?

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