Warum Conchita alles andere als Wurst ist

Vorneweg: Ich identifiziere mich als heterosexuelle, cisgender Frau. Eigentlich habe ich kein Recht darauf irgendjemandem zu erzählen, warum es so wichtig ist, dass Conchita als genderneutrale Person den ESC gewonnen hat, und sollte das queeren Menschen überlassen. Uneigentlich habe ich ein paar Tausend Follower auf Twitter und mein Blog ist gut besucht. Falls ihr aber queer seid und findet, dass ich hier Quatsch erzähle oder generell die Klappe halten soll: Bitte sagt es mir. Emailadresse ist hier irgendwo.

 

Also.

Conchita Wurst hat den Eurovision Song Contest gewonnen. Der zweite Sieg für Österreich in der Geschichte des ESC, wenn mich nicht alles täuscht (EDIT: der zweite nach Udo Jürgens 1966, wie mir zugetragen wurde. Kann man ja mal vergessen). Noch während der Punktevergabe deuteten sich Diskussionen auf Twitter an (obwohl meine Filterbubble eigentlich echt angenehm ist, was los?!). Hier die wichtigsten Punkte.

1. „Ihr mögt Conchita nur wegen ihrer Sexualität! Eigentlich seid ihr die Intoleranten mit der Phobie!“

Ernsthaft? Conchita Wurst hat die meisten Punkte bekommen. So viel steht fest. Wer aus welchen Gründen wie viele Punkte vergeben hat, kann keiner wissen. Vermutlich – vielleicht lehne ich mich hier aber auch sehr weit aus dem Fenster – waren ihr Song und ihre Performance einfach gut. Außerdem: Ich bezweifle stark, dass jemand für einen Künstler nicht angerufen hat, nur weil die cisgender und/oder hetero sind.

2. „ABER SONG XY WAR SO VIEL BESSER UND HÄTTE GEWINNEN SOLLEN UND NICHT CONCHITA NUR WEIL SIE CONCHITA IST!“ 

Du findest also Song xy so viel besser. Das ist schön. So empfindest du halt. Blöd nur, dass dein Musikgeschmack nicht repräsentativ für ganz Europa steht und somit in dieser Frage ziemlich irrelevant ist. Weißt du, sowas wie Musikgeschmack ist eine ziemlich subjektive Angelegenheit. Die Songs, die ich gut fand, landeten im Ranking ziemlich weit hinten. Und das ist okay. Ich maße mir nicht an, für mehrere Millionen Menschen DEN BESTEN SONG EUROPAS finden zu können. Dass du aber annimmst, Conchita hätte nur wegen des genderneutralen/-fluiden Aussehens gewonnen, ist ziemlich mies. Vielleicht solltest du das mal überdenken.

3. „Der ESC ist aber ein SONGCONTEST!“

Gibt es nicht dieses jährliche Phänomen, dass Nachbarstaaten sich gegenseitig Punkte zuschieben? Und dann erzählst du mir was von Gesangswettbewerb? Puhlease. Das glaubst du doch wohl selber nicht.

4. „Ich fand den Song nicht gut.“

Vollkommen valide. Ich fand andere Songs auch besser. Das liegt halt an meinem persönlichen, subjektiven Musikgeschmack. Willkommen in der Realität.

5. „DER ESC IST KEINE POLITISCHE BÜHNE!“

Ist er nicht. Genau genommen ist der ESC ein unnötiges, arschteures und komplett irrelevantes Spektakel und ich bin so, so dankbar, wenn irgendjemand die Sendung gesehen hat und jetzt nochmal über Geschlechterrollen nachdenkt. Wenn jemand, der sich nicht ganz sicher ist, in welche Genderschublade er sich denn stecken soll, merkt, dass man Schubladen öffnen und zwischen ihnen wechseln kann. Wenn jemand Conchita sieht und denkt: „Hey, vielleicht ist es okay, wenn ich Kleid und Bart gleichzeitig trage.“ Ist das nicht wertvoller als „JA ABER ICH FAND SONG XY BESSER DER HÄTTE GEWINNEN MÜSSEN“?

6. „ABER SIE HAT AUS DEN FALSCHEN GRÜNDEN GEWONNEN!“

Oh, bitte erzähl mir mehr über die Gründe, die jeder Anrufer hatte, die du natürlich in allein Einzelheiten kennst und die du nicht irgendwie in einem transphoben „OH GOTT ICH KÖNNTE MEINE CISHET-PRIVILEGIEN VERLIEREN“-Wahn konstruiert hast. Los. Ich warte.

7. „Das ist positive Diskriminierung. Das führt nie zu Gleichheit oder Akzeptanz.“

Positive Diskriminierung bezeichnet gesellschaftspolitische Maßnahmen und wenn du einen Anruf für einen Künstler beim ESC als gesellschaftspolitische Maßnahme wertest, solltest du vielleicht erst ein Wörterbuch ranziehen, bevor du mit Begriffen um dich wirfst.

 

Ich wollte auch ein paar Dinge über Sichtbarkeit und Repräsentation schreiben, aber wie gesagt: Ich bin Cishet und fühle mich nicht qualifiziert genug, über dieses Thema zu sprechen. Klar, man kann einiges an Conchita problematisch finden (etwa dass der Unterschied zwischen Travestie und Transmensch nicht deutlich gemacht wird), aber „Sie hätte nicht gewinnen dürfen, nur weil sie eine Frau mit Bart oder ein Mann im Kleid oder was weiß ich ist“ ist kompletter Bullshit.

Jetzt entschuldigt mich, ich muss ein bisschen fangirlen.

Bild

 

 

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14 Gedanken zu „Warum Conchita alles andere als Wurst ist

  1. Es ist doch aber wahrscheinlich ein Fakt, dass dasselbe Lied von einer heterosexuellen Frau ohne Bart gesungen nicht derart Aufmerksamkeit erregt und gewonnen hätte. Wie man das nun bezeichnet, „positive Diskriminierung“ oder so, ist doch zweitrangig.

    • Aufmerksamkeit erzeugst du eben, indem du nicht alltäglich auftrittst. Ich erinnere in dem Zusammenhang nur allzu gern an Lordi (Zitat meiner Mutter: SCHRECKLICH!!!elf WIE KÖNNEN NUR SOVIELE LEUTE FÜR DIE ANRUFEN!!!).

      Und jetzt ist es halt jemand, der einen offensichtlichen Spaß daran hat, als Frau aufzutreten. Gibt Aufmerksamkeit. Und wenn von den 100 Millionen Zuschauern nur 1 Promille erkennt, dass es andere Lebensweisen gibt, dann ist die Welt ein kleines Stück reifer geworden. Yay \o/

      • Aber dann sind doch die kritischen Bemerkungen berechtigt. Lordi hat auch wegen des äußeren Auftretens gewonnen und nicht wegen der tollen Musik. Oder sollen jetzt nur noch Frauen mit Penis und Bart oder Finnen mit Gruselmasken den größten europäischen Gesangswettbewerb bestimmen?

      • Das kommt halt davon, wenn „Musik“ heutzutage fast nurnoch derselbe Autotune- und Kompressor-durchgekaute Kram ist. Wo man hinhört, überall die gleiche seichte Scheiße.

        Also bleiben letzten Endes nur noch Optik, Texte und das Verhalten abseits der Bühne (Suff-Fahrten, Schlägereien, Therapien wegen Alk- oder Sexsucht) um in den Medien und der Aufmerksamkeit der Leute zu bleiben.

        Und nur Aufmerksamkeit gibt Geld. Von guter Musik alleine kann doch heute keiner mehr existieren.

    • Die Aussage „es ist wahrscheinlich ein Fakt“ ist alleine schon ein Brüller, wirklich.
      Ich selbst wusste übrigens bis heute abend sehr wenig bis nichts über Conchita, schon gar nicht, dass sie irgendwelche nennswerten Talente als Sängerin hätte, und war einfach nur geflasht von dem Lied und dem Auftritt. Vielleicht ist es ja auch ein Fakt, dass es noch einem Haufen anderer Leute genauso ging wie mir und das Lied an sich und wie es gesungen wurde ganz unabhängig vom Bart schon hier und da für Begeisterung gesorgt hat. Vielleicht ist es auch ein Fakt, dass es eine ganze Menge homophobe Menschen gibt, die nicht für Conchita gestimmt hätten, obwohl sie es eventuell getan hätten, wenn genau dasselbe Lied von einer heterosexuellen Cisfrau ohne Bart gesungen worden wäre. Also viel Spaß noch beim weiteren Spekulieren und Faktensuchen.
      Zu guter Letzt noch etwas, das ganz sicher kein Fakt, sondern nur meine bescheidene Meinung ist: Ganz egal, aus welchen Gründen Menschen für Conchita angerufen haben (oder auch nicht), ich finde es toll, dass so viele der Abstimmenden tolerant und offen genug waren, Conchita ihre Stimme zu geben. So etwas sollte selbstverständlich sein, ist es aber leider sehr oft nicht. Und wenn es Leute gibt, die für sie gestimmt haben, nicht weil sie das Lied unbedingt oder eindeutig am besten fanden, sondern weil sie ein Zeichen gegen Intoleranz setzen wollten, dann finde ich das erst recht toll. Und was weniger wichtig ist (aber es gefällt mir einfach nicht, wie das Lied und Conchitas Leistung als Sängerin jetzt von einigen so abgewertet wird): Das Lied war sicher nicht jedermanns Favorit, aber es ist wirklich auch halbwegs objektiv betrachtet kein schlechter Song und wurde gesanglich sehr gut vorgetragen.

      • Alles, was ein Mensch sagt, ist immer Meinungsäußerung. Fakten gibt es nicht. Alles ist subjektiv und relativ. Deshalb das „wahrscheinlich“. Nachdem wir das klargestellt hätten, bin ich der Meinung, dass es schon einen Unterschied macht, ob ein Mann sich in Frauenkleidern, Perücke und Bart auf die Bühne stellt oder ob ein cisgender heterosexueller Mensch dasselbe tut. Das ist ja auch die Absicht von Tom Neuwirth aka „Conchita Wurst“: provozieren und für homosexuelle Rechte kämpfen. „Wir Homosexuellen können und dürfen alles, auch den ESC gewinnen“ (so ähnlich in der Dankesrede nach dem Sieg). Wenn er den Bart weggelassen hätte, wäre es schon wieder ein Non-Event gewesen. Aber so ist der Auftritt zumindest ein Hingucker. Die Toleranten werden dann ein Zeichen gesetzt haben wollen und die eigentlich Intoleranten haben dann die Musik gut gefunden, vielleicht. Man weiß es nicht. Auf jeden Fall hat das äußere Erscheinungsbild eine Rolle gespielt, sonst hätte er/sie nicht Aufmerksamkeit erregt. Genau wie damals bei Lordi. Die Frage ist nur, ob man das gutheißen muss, wenn es eigentlich beim Wettbewerb um den Gesang gehen sollte.

  2. Oh je! Erwartet die Bloggerin eigentlich, dass man sich mit Ihrer Meinung ernsthaft auseinandersetzt – oder will sie einfach nur meckern?

    Prima argumentiert ist ja z.B. „Wer nicht vorher im Wörterbuch nachgeschaut hat was „positive Diskriminierung“ ist, soll doch besser schweigen“ und gleichzeitig (mehrmals) zu betonen, dass die Autorin selbst hetero und cis sei und daher gar nicht qualifiziert sei, sich zur In Rede stehenden Angelegenheit zu äußern – aber nur eigentlich, man kann ja trotzdem meckern. *facepalm*
    Was soll dieses „qualifizier Dich erst mal, bevor Du mitredest-Argument“ überhaupt? Darf ich jetzt auch erst eine Meinung zu Atomenergie, Gentechnik, Fracking usw. Äußern nachdem ich ein abgeschlossenes Studium der Physik, Biologie und Geologie vorweisen kann? Vielleicht besser noch den ein oder anderen Doktortitel, oder besser noch eine Post-Doc Anstellung am MIT oder doch besser gleich einen Nobelpreis?

    Ganz besonders überzeugend aber die Argumentationslinie, dass Merkmale wie sexuelle Orientierung bei der Bewertung der im ESC dargebotenen Beiträge keine Rolle spielen ( dürfen? sollen?), sich gleichzeitig aber beim eigenen Beitrag explizit zu distanzieren und auf genau diese Merkmale großen Wert zu legen im Sinne von „Ich stelle gleich mal klar: Ich bin keine von DENEN“. Sollte mich das jetzt doch interessieren, welche sexuelle Orientierung KatiKuersch hat? Wenn ja, warum? Oder vielleicht doch ein bisschen Angst, für eine von DENEN gehalten zu werden? Auf solche Solidarität könnte ich als *wieauchimmermandasbezeichetwasconchitawurstsexuellistichhabjetztinkeinemwörterbuchnachgeschaut* verzichten.

    Na ja, vielleicht hab ich auch falsche Erwartungen und hier geht’s gar nicht um’s Argumentieren, sondern es soll eben einfach nur gemeckert werden. Dann muss es ja nicht unbedingt stringent sein.

    Danke für den Hinweis zum Kommentar-Button. Wo ist gleich nochmal der Button, wo man die automatische Mail-Benachrichtigung über neue Beiträge im Mecker-Blog deaktivieren kann?

    • Ich habe am Anfang klargestellt, dass ich cisgender und hetero bin, weil ich mir nicht anmaße, über die Diskriminierung queerer Menschen sprechen zu können. Hab ich nicht am eigenen Leib erfahren und werde das vermutlich auch nicht. Genauso werde ich einen Teufel tun und als Weiße über Rassismus referieren. Man sollte unterdrückten Gruppen in solchen Angelegenheiten das Wort überlassen.

      Es werden jeden Tag Menschen wegen Herkunft, sexueller Orientierung/Identität und Geschlecht diskriminiert. Als privilegierter Mensch, also jemand, der dieser Diskriminierung nicht ausgesetzt ist, weiß man nicht, wie es sich anfühlt. Dieses Nichtwissen mit Meinungen zu Atomkraft etc auf eine Ebene zu stellen ist höhnisch gegenüber den Menschen, deren Alltag aus Ausgrenzung besteht. Ich habe deswegen nicht ausführlich darüber geschrieben wie enorm wichtig es ist, dass queere Menschen eine Plattform bekommen. Die Punkte, die ich angeführt habe, sind, denke ich, für jeden Menschen ersichtlich.

  3. Die Aussage, „positive Diskriminierung“ sei nur gesellschaftspolitisch definiert und damit nicht anwendbar in dieser Diskussion, ist genauso kleinlich, wie dieser Blogeintrag.

    Der Sinn dahinter ist klar verständlich. Dass du dieses Argument beantwortest mit der Empfehlung, doch mal ein Wörterbuch in die Hand zu nehmen, zeigt wie kindisch du argumentierst.

    Es ist mir eigentlich egal, warum Conchita Wurst gewonnen hat. Sei es wegen der Bühnenshow, wegen ihrer Vorgeschichte, oder wegen ihrer Musik. Ich maße mir nicht an, zu wissen, warum andere so gewählt haben.

    Was mich stört, ist deine selbstgerechte, herablassende Art. DU weißt es nämlich auch nicht. Bei Argumenten, die dir nicht passen, schaust du entweder weg oder sagst: „Hey, du kannst doch nicht wissen, warum Menschen so gewählt haben.“ Wenn es dir aber passt, sagst du: „Hey, dieses Ergebnis ist wundervoll für genderneutrale Personen.“ Aber im Land der Selbstgerechtigkeit wird immer zweierlei Maß angelegt.

    Erlaube doch auch anderen eine kritische, freundliche Diskussion. Du solltest, zumindest im Interesse deines eigenen Charakters, auch die Meinung der anderen akzeptieren, wenn auch nicht teilen.

    Aber die Überschrift, unter der ich diesen Kommentar schreibe, sagt ja schon alles:

    „Wenn du nichts Nettes zu sagen hast, bekommst du auch keine nette Antwort.“ (Überhalb des Kommentarfeldes.)

    Vielleicht solltest du mal Menschen nett behandeln, auch ohne dass du vorher etwas bekommst. Und vielleicht würdest du im Leben auf mehr interessante Diskussionen treffen, wenn du nicht jede mit ausgefahrenen, geladenen Waffen beginnst.

    Einen schönen Sonntag und eine offene Diskussion, wünscht
    @kopfparty

    • Ich habe neulich erst ausführlich auf die Frage „Wann hast du in deinem persönlichen Umfeld zuletzt Sexismus gegenüber Männern erlebt?“ geantwortet. Kurz: Zu Sexismus, Rassismus, Homophobie etc. gehören immer Macht und eine Verankerung dieser Ismen in gesellschaftlichen Strukturen und Institutionen. Mit dieser Definition arbeite ich – nicht nur in Diskussionen. Das erstreckt sich auch auf Begriffe wie „positive Diskriminierung“, was du kleinlich finden magst, was ich aber als einen sehr, sehr wichtigen Unterschied auffasse.

      Dass du ein Problem mit meiner Art hast, kann ich nicht ändern, ebenso wie meine Selbstgerechtigkeit. Ich habe versucht, die Argumente anderer Menschen nachzuvollziehen, aber sie erschließen sich mir nicht. Ich akzeptiere die Meinungen anderer Menschen, sehe aber nicht ein, wieso ich sie schweigend hinnehmen muss.

      Nach x Diskussionen über Sexismus, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Homophobie stellt man fest, dass Freundlichkeit nichts bringt. Ich bin wütend und drücke das auch aus. Wenn dir das nicht passt, ist das voll okay.

      • Es existiert auch Sexismus gegenüber Männern. Nur weil du Sexismus als machtbezogen und institutionsabhängig definierst, heißt das nicht, dass es keine Männer gibt, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden.

        Wenn jemand argumentiert, man müsse nicht gegen Sexismus gegenüber Frauen vorgehen, weil es auch Sexismus gegenüber Männern gibt, verstehe ich deinen Zorn (denn diese Aussage ist dämlich). Dennoch ist eine Diskriminierung gegenüber einem Mann im Einzelfall nicht weniger schlimm, als eine Diskriminierung gegenüber einer Frau.

        Ich finde es wundervoll, dass du dich so leidenschaftlich für die Gleichstellung der Frau einsetzt. Dieses Problem verdient mehr aufgeschlossene Mitstreiter, denn es gibt viele Missstände, mit denen Frauen heutzutage konfrontiert werden.

        Ich glaube allerdings, dass Freundlichkeit immer etwas bringt. Wie willst du denn unsere Gesellschaft verbessern, wenn du selbst nur Unfreundlichkeit in die Welt trägst? Druck erzeugt Gegendruck und wenn du andere von deinen Ideen und Ansichten überzeugen willst, ist eine wütende Grundhaltung einfach nur schädlich für deinen Standpunkt.

        Verstehe mich bitte nicht falsch. Du darfst selbstverständlich wütend sein über Probleme, die sich seit Jahren nicht lösen. Nur diese Wut in alle Richtungen loszuwerden, das halte ich für unangemessen.

        Meine Interpretation des Eurovision Song Contests (es sollte musikalisch entschieden werden, nicht politisch), ist genauso valide, wie deine Interpretation (dass der Sieg von Conchita Wurst ein positives Schritt Richtung sexueller Offenheit ist). Anstatt das hinzunehmen, darfst nur du Recht haben. Alle anderen sind doof. Das finde ich schade.

        Ich stimme dir in vielen Punkten zu. Ich glaube aber, du wirst viele, die dir eigentlich helfen wollen, verschrecken. Nicht jeder will in das Kreuzfeuer deiner wütenden Argumentation hineingeraten.

        Danke für deine Antwort. Sie hilft mir, dich zu verstehen und ich bin froh, dass du dir die Zeit genommen hast, mir zu antworten.

        @kopfparty

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