Bombing for peace is like usw

Wegen der Ereignisse in Heidenau machen viele Tweets die Runde, die sich entsetzt zeigen – vollkommen zu Recht. Meine Timeline fordert – ebenso zu Recht – eine klare Benennung von Rassisten, die nicht einfach „nur“ Asylkritiker oder -gegner sind, sondern fucking RassistenMan berichtet auch davon, wie man in Asylbewerberunterkünften versucht zu helfen. Meine Timeline macht sinnvolle Dinge.

Meine Timeline macht aber auch nicht ganz so sinnvolle Dinge. Manch einer schämt sich wegen der Rassisten in Heidenau dafür, Deutscher zu sein. Manch einer stellt klar, dass nicht alle Sachsen Rassisten sind. Wieder andere schieben rassistische Angriffe auf Dummheit und hier haben wir das Thema dieses Textes.

Rassisten sind nicht dumm.

„Dumm“ ist ein Wort, das für intelligenzgeminderte Menschen benutzt wurde (und wird). Es diente zur Ausgrenzung und Diskriminierung von Menschen mit einem sehr niedrigen IQ. „Aber das ist doch heute ganz anders!“, kontert ihr. „Eigentlich bist du behindertenfeindlich, weil du bei ‚dumm‘ als erstes an Menschen mit Behinderungen denkst!“

[frustrierten Schrei einfügen]

Worte haben, das mag jetzt überraschend kommen, eine Bedeutung und eine Geschichte. Natürlich entwickelt sich Sprache, aber das löscht die Geschichte bestimmter Wörter nicht aus; manche Konnotationen ändern sich, andere wiederum bleiben erhalten. Sprache prägt unsere Wahrnehmung von der Wirklichkeit. Sprache ist außerdem ein Mittel der Gewaltausübung, der Marginalisierung, der Diskriminierung. Durch Sprache werden Machtverhältnisse sichtbar.

„Rassisten sind dumm“ macht das in vielerlei Hinsicht deutlich.

  1. „Dumm“. Bezieht sich die Aussage auf Intelligenz? Dann ist die Aussage an sich ableistisch. Verfügt der besagte Rassist über eine als minderwertig betrachtete (was an sich ja schon furchtbar, aber wieder ein anderes Thema ist) Schulbildung? Dann herzlichen Glückwunsch, dass du dich für etwas Besseres hältst, weil du einen anderen Abschluss hast.
  2. Ach ja, wenn wir schon bei Schulbildung sind: Rassisten (insbesondere aus strukturschwachen Regionen) „dumm“ zu nennen zeugt auch von Klassismus. Ich spekuliere mal wild drauf los und behaupte, dass dieser Klassismus – „ihr Nazis seid doch nur Hartzer, die mit Ach und Krach die Hauptschule geschafft haben“ – Öl ins Feuer gießt. Mangelnde soziale Mobilität, die auch von Bildung abhängt, für die wiederum sozioökonomische Faktoren ausschlaggebend sind, führt zu Frust, der zu Rückzug oder Rebellion führen kann (Merton lässt grüßen). Um sich besser zu fühlen, pöbelt man halt gegen „Schwächere“ – in diesem Fall Asylbewerber. Man sucht jemanden, auf den man herabschauen kann. Oh, guck mal, eine Parallele zu Punkt 1, wenn auch in einem anderen Ausmaß.
  3. Rassisten sind nicht zwangsläufig „dumm“, weder im Sinne der Intelligenzminderung noch im Sinne von „das sind unreflektierte, ungebildete Hinterwäldler“. Die Redakteure von BILD und Co. wissen ganz genau, was sie tun und was ihre – mangels eines besseren Ausdrucks – Berichterstattung bewirkt. Namhafte Politiker, die in letzter Zeit mit ganz besonders bezaubernden Aussagen zu Wirtschaftsflüchtlingen und Sozialschmarotzern aufgefallen sind, vertreten ihre Position aus tiefster Überzeugung. Sie haben Zugang zu allen nötigen Informationen, sie haben die entsprechenden Ressourcen und vor allem haben sie Macht. Sie haben wichtige Posten inne, Massenmedien verbreiten mit Vergnügen ihre Parolen, sie sind Brandstifter Meinungsmacher. Und wenn es rechts von der CSU keine demokratisch legitimierte Partei geben darf, der Stammtisch aber immer weiter weg driftet, dann nähert man sich dem besorgten Bürger eben an und bietet ihm eine sichere (politische) Heimat – anders als den Asylbewerbern, die eh nicht wählen dürfen.

Im Prinzip hat sanczny doch schon alles dazu gesagt, wenn auch in einem anderen Kontext:

„Diese Kämpfe sind da, wo viel zu viele linke sich von Nazis als fetten, dummen, hässlichen Prolls abgrenzen, statt deswegen, weil sie Nazis sind. Weil man nicht versteht, warum Proll kein Schimpfwort ist. Weil man nicht versteht, dass das klassistische Diskriminierung ist. Weil man nicht versteht, was an klassistischer Diskriminierung überhaupt schlimm sein soll.

Und diese Kämpfe sind auch da, wo dasselbe mit ableistischer (behindertenfeindlicher) Diskriminierung passiert. Wo man, wenn man politische Gegner als dumm, verrückt oder Idioten bezeichnet, davon ausgeht, dass das schon okay wäre, weil der Zweck wichtiger ist als das Mittel.“

„Aber ich lasse mir doch nicht den Mund verbieten!“ Ob du’s glaubst oder nicht, das hatte ich auch gar nicht vor. Je mehr Tweets über die vermeintliche Dummheit von Rassisten ich gelesen habe, desto unwohler wurde mir dabei. Leider lässt sich meine Meinung nicht auf knackige 140 Zeichen reduzieren, deshalb ein Blogpost. Zu behaupten, Nazis seien einfach „dumm“, ist eben nicht nur diskriminierend, sondern auch gefährlich und zu einfach. Aber wenn wir grad eh schon dabei sind – warum nicht mal den eigenen Sprachgebrauch, das Denken und das Handeln hinterfragen?

„Wir haben doch viel wichtigere Probleme!“ Natürlich haben wir die, aber wie immer unterschätzt ihr meine nicht ganz so geheime Superkraft: Ich kann mich über sehr, sehr viele Dinge gleichzeitig aufregen.

PS Entgegen landläufiger Meinung ist mir durchaus bewusst, dass ich nicht unfehlbar bin. Ich arbeite an mir (inkl. Sprachgebrauch, Denken und Handeln). Seine eigenen Privilegien zu hinterfragen ist ein ewiger Prozess und ich nehme mich nicht davon aus. Sprache allein kann Diskriminierung nicht beseitigen; sie ist aber eine wichtige Komponente. Man muss dem Gesagten halt auch Taten folgen lassen.

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11 Gedanken zu „Bombing for peace is like usw

  1. Der Mensch neigt dazu nach einer leichten Erklärungen zu suchen. Das gilt für Rassisten -euphemistisch auch als Asylgegner bezeichnet- oder Leute, die sich über solche Rassisten -zu Recht- aufregen.
    Sie einfach als dumm zu bezeichnen, macht die Sache einfach und verharmlost dieses Problem. Die Frage ist, woher kommt dieser Hass auf Menschen, der schlimmstenfalls noch zu Gewalt führt: Angst vor Fremden? Voruteile? Zu wenig Informationen?
    Diese Ängste und Voruteile, die teilweise von Politiker geschürt werden um Stimmen für die nächste Wahl zu sichern und sich auch noch als christlich bezeichnen.

    Ich weiss leider nicht mehr, wer es genau gesagt hat, aber er war lange Zeit selber in der rechten Szene aktiv meinte, dass die Hauptursache von Rassismus Angst ist, in dem Fall Angst vor Fremden.

    Des Weiteren habe ich den Eindruck, das Rassismus in der Mitte der Gesellschaft gang und gebe ist und nicht nur von vermeintlich dummen Menschen. Ich habe nichts gegen Ausländer, aber *beliebiges Vorurteil einsetzen*, was oftmals leider nicht als Rassismus verstanden wird, da man ja eigentlich nichts gegen Ausländer hat. Die meisten dieser Vorurteile, die die meisten Menschen haben, kann man mit ein paar Fakten schnell widerlegen..

    Ein weiteres Problem ist, dass Medien, die versuchen die Informationen richtig zu stellen, als Propaganda bezeichnet werden. Statistiken werden oftmals als gefälscht bezeichnet und positive Artikel über Flüchtlinge oder Engagment in der Fflüchtlinshilfe, werden als zu einseitig betrachtet oder die Leute, die sich engagieren als Gutmenschen bezeichnet(Gibt es das Wort Schlechtmensch und warum ist das keine Beleidigung?)

    Ich glaube das Problem ist zum Teil Unwissenheit, eine gewisse Informationsresistenz oder Sturrheit. Vielleicht mache ich es mir damit auch ein bisschen leicht, aber das ist derzeit mein Eindruck, wenn ich die Kommentarspalten bei sozialen Netzwerken mir anschaue.

  2. Pingback: [Kurz & knapp] Weisheitszähne & bisschen politische Linkliebe | rumtreiben

  3. Spannende Gedanken, die ich für ziemlich hilfreich und bedenkenswert in der Debatte halte. Besonders der Zusammenhang zwischen 1.) und 2.) (genau dasselbe Muster… lieber soziale Abwertung als sich mit Inhalten und Argumenten zu beschäftigen…) macht viel Sinn!

  4. euer studententurmgeschwafel kotzt mich an.

    man soll also nicht mehr schreiben dass nazis, rassisten oder antisemiten dumm sind? ist also ableistisch. super, schreiben wir also nur noch 15seitige essays warum das alles blöd ist.

    das dumme ist bloß: keiner wird es lesen weil, man sollte es nicht glauben, es gibt menschen die haben nicht studiert, die haben keine zeit und lust sich stundenlang mit thesen auseinanderzusetzen ob man nun rastalocken tragen darf, ob weißer hip-hop nun kulturelle aneignung ist……

    und während die linke sich darüber streitet sammelt sich die rechte und zündet asylantenheime an. wow, super, ziel erreicht und daran ändert auch dein schlußakkord nichts „“Wir haben doch viel wichtigere Probleme!” Natürlich haben wir die, aber wie immer unterschätzt ihr meine nicht ganz so geheime Superkraft: Ich kann mich über sehr, sehr viele Dinge gleichzeitig aufregen.“

    vielleicht solltet sich die linke mal von ihrem scheiß theoriestau befreien und klare ansagen machen. natürlich greift es zu einfach zu sagen, rassisten sind ossis ohne schulbildung die saufen und hartz4 beziehen, weil es eben auch nicht stimmt. der rassismus ist mittlerweile in der mitte der gesellschaft angekommen. aber, da muss sich die linke an den eigenen kopf fassen, anstatt die die menschen da abzuholen wo sie sind, verwickelt sich die linke in dämllichen diskussionen über kleinigkeiten, darf ich sagen nazis sind dumm? darf ich dies, darf ich das? da blickt doch kein mensch mehr durch der sich nicht 5 stunden am tag mit dem thema beschäftigt.

    es ist einfach so und das ist es was die rechte stark macht, sie bieten zur zeit einfach die „bequemeren“ antworten auf die probleme und ängste der menschen, während die linke dasteht und sich über dämliche fragen streitet die höchstens einen hochschulprofesssor interessieren.

    ich kann mich noch an eine linken spruch von früher erinnern: if the kids are united they will never be divided. – trifft zur zeit halt eher auf die rechten zu.

    apropos mir ist ein pöbelnder til schweiger, der aber klar stellung bezieht (twittertenor: der ist so blöd, der lässt sich von der spd vereinnahmen) tausendmal lieber als eine sarah kuttner, die mit 122k followern über hunde, abbe finger und vertikutieren schreibt aber zu dem thema ihr maul nicht aufkriegt. aber feiert sie ruhig weiter und macht euch über den schweiger lustig.

    • Ich kann verstehen, wie die Diskussion leicht theoretisch, verkopft und weltfremd wirken kann. Ich glaube trotzdem nicht, dass sie das ist.

      Sich bewusst zu machen, wie man seine Position vertritt, ist wichtig. Nazis dumm zu nennen, bedeutet, dieselben Mechanismen zu benutzen, die sie nutzen: Anstatt Argumente und Vernunft zu benutzen und sich einer gesellschaftlichen Diskussion zu stellen, wertet man sie ab. „Ey, Deine Meinung gefällt mir nicht, also bist Du blöd.“ Gewalt erzeugt Gegengewalt. Selbst, wenn das leichter, populistischer, einfacher zu verstehen, angesagter ist – auch schöner, weil man profiliert sich so schön und wird Teil einer Gruppe – links wie rechts – es ist nicht hilfreich zur Lösung. Die Sehnsucht nach klarer Position verstehe ich. Nur sind die meisten Dinge nun einmal nicht schwarz weiss, sondern etwas komplizierter.

      Das einzige, was mMn etwas bringt, ist, diesen Menschen zu zeigen, warum – auf Faktenbasis – das, was sie sagen nicht stimmt. Und am Besten noch in einen Dialog zu kommen, weil die Gefühle, die diese Menschen haben – sich ausgeschlossen, nicht gehört zu fühlen, den Eindruck zu haben, bei dieser Art von Politik in unserem Land nicht beteiligt zu sein, dass da etwas gegen ihren Willen geschieht – das sind die Ursachen für ihre Taten, und manche dieser Gefühle sind möglicherweise sogar nachvollziehbar. Dass sie das ganze in eine rechte Ideologie treibt und ihnen suggieriert, das Ablehnen von Flüchtlingen würde ihre Probleme lösen – das ist der Irrglaube. Der kann aber nicht durch ne soziale Abwertung dieser Gruppe gelöst werden. Ich glaube nicht, dass es ein Zufall ist, dass ein Großteil dieser Aufstände im Osten passiert. Diesen Leuten wurde gesagt, dass das, woran ihr Land geglaubt hat, falsch ist, dass sie nicht zählen, nicht gleich viel wert sind wie Westdeutschland. Und das stinkt ihnen, und möglicherweise zurecht! Es hat halt nur leider überhaupt nichts mit Ausländern zu tun.

      • Außerdem geht es mMn hier auch nicht darum, dass die Linke sich selbst zerfleischt und keine Position zu beziehen, im Gegenteil. Der Ansatz von KatiKuersch geht genau darum, das, was die Rechten da machen, ziemlich ernst zu nehmen. Du sagst, man müsse die Menschen da abholen, wo sie sind – wie sieht das aus? Sie beschimpfen, nicht ernst zu nehmen, abzulehnen? Ich bezweifel, dass das erfolgreich ist, oder zu einer sinnvollen demokratischen Debatte führt. Ja, diese Ideen sind gerade enorm erfolgreich in Deutschland, sie sind da, die kann man nicht einfach wegschimpfen. Ja klar muss man sie konfrontieren, dass das, was sie behaupten, nicht richtig ist. Aber ich glaube, dass da trotzdem Wut ist, und jede Aktion, die diese Wut der Menschen nicht ernstnimmt, sondern eher Gegengewalt fährt, wird überhaupt nichts bringen.

  5. „Ich habe nichts gegen Ausländer, aber *beliebiges Vorurteil einsetzen*, was oftmals leider nicht als Rassismus verstanden wird, da man ja eigentlich nichts gegen Ausländer hat.“

    Warum eigentlich dieses Bestehen auf dem Rassismus-Begriff? „Rasse“ ist wissenschaftlich gesehen beim Menschen lange schon ein Konzept, das auf dem Müllhaufen der Geschichte liegt. Es gibt beim Menschen keine verschiedenen „Rassen“, punkt.

    Warum sagt man nicht einfach „Fremdenfeindlichkeit“, „Ausländerfeinde“, Fremdenangst? Muss man denn allen Unsinn aus USA übernehmen?

    In der Folge wird der Begriff „Nazi“ weitgehend entleert bzw. umdefiniert, indem man alle erdenklichen Ausländerfeinde und „besorgte Bürger“ so benennt – ist das wirklich sinnvoll? Wie soll man dann denn echte Nazis bezeichnen, die das 3.Reich restaurieren wollen und Hitler toll finden?

    Ich stell mir vor, ein „besorgter Bürger“ will gegen ein Asylbewerberheim protestieren. Geht hin und bemerkt, dass die NPD die Demo angemeldet hat und allerlei Neonazis dort den Ton angeben. Was ist vermutlich die Folge? Im guten Fall würde das als peinlich empfunden, weil man ja doch wirklich nicht mit denen in einen Topf geworfen werden will – es gäbe also schwindende Mitläufer/innen-Zahlen.

    Ist aber nicht so, eher kommen wohl immer mehr Leute zum Schluss: Wenn meine Ablehnung von Zuwanderung schon „nazi“ ist, dann ist „Nazi sein“ offenbar gar nicht so schlimm, sondern Ausdruck berechtigter Anliegen, die von „den Herrschenden“ und „der Lügenpresse“ unterdrückt wird.

    Ich fürchte wirklich, dass die forcierte Abgrenzung und Beschimpfung mit Begriffen wie Nazi und Rassist dazu führt, dass sich die Dinge noch weiter verschlechtern und immer mehr Leute zu diesen Vorhaltungen sagen könnten: Nennt es, wie Ihr wollt, ich bleib bei meiner Meinung, jetzt erst recht!

    Der NPD, den „Kameradschaften“ und all den wirklich klassisch Rechtsradikalen kann das alles nur recht sein… die fühlen sich zunehmend wie Revolutionäre, die ein echtes Anliegen der Bevölkerung voran bringen – gruslig!

    Ja, ich mache mir wirklich Sorgen!

  6. Du hast sicher Recht damit, dass Rassisten nicht zwangsläufig „dumm“ sind. Rassismus ist – das sieht man deutlich an der AfD und deren Wählern – tief in der Gesellschaft verwurzelt und betrifft auch Menschen mit höherer (formaler) Bildung.
    Ich vermute, dass das Bild des „dummen“ Rassisten maßgeblich durch die allgemein verbreitete Klischeevorstellung vom Rassisten geprägt ist: Der Klischeerassist ist ostdeutsch, männlich, steht gröhlend mit Glatze und Bier vor dem Aldi pöbelt herum, sprüht Hakenkreuze an Wände und hetzt Abends Ausländer (oder wen er dafür hält) mit dem Baseballschläger durch die Straße. Der Klischeerassist ist insbesondere eins: Gewalttätig.

    Diese Gattung von Rassisten gibt es tatsächlich (wenn auch nicht als Regelfall) und ich glaube, in ihr bewegen sich überwiegend tatsächlich Menschen (vornehmlich: junge Männer), die nicht grade mit besonders hoher Intelligenz gesegnet sind.

    Um zum Punkt zu kommen: Wenn man sich klar macht, dass Rassismus nicht nur in diesen Stereotypen auftaucht, dass der Durchschnittsrassist eben nicht die Glatze mit Bomberjacke ist, sondern der Handwerker von nebenan, der studierte Anzugträger von gegenüber, die freundliche Rentnerin aus dem Nachbarhaus, eben der nach außen zunächst ganz normal wirkende Durchschnittsdeutsche, entfernt man sich auch vom Bild des „dummen“ Rassisten.

    Hinzu kommen bei den Formulierungen auf Twitter und anderswo möglicherweise eine Abgrenzungsunschärfe: Wenn von „dummen“ Rassisten die Rede ist, ist vermutlich zumindest zum Teil eher eine „dumme Weltanschauung“ oder eine „dumme Aussage“ gemeint. Also in dem Sinne, dass eine Aussage oder eine Weltanschauung selber logisch nicht schlüssig/irrational ist.

  7. Pingback: Was ich längst loswerden wollte: Das wird man wohl noch sagen dürfen.. | wenigvielleicht

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